Ich erinnere mich an mich

Wie man zu sich selbst (zurück) finden kann.

Kennen Sie das? Sie sind den üblichen Weg zur Arbeit gefahren, steigen aus dem Auto (oder vom Fahrrad ab) und bemerken auf einmal: Sie haben gar nicht mitbekommen, wie Sie gefahren sind – wie vergessen. Genau das passiert uns immer wieder: Wir vergessen uns selbst.

Wie kann das sein, dass man sich selbst vergessen hat? Ich finde das zumindest erstaunlich, aber natürlich finden sich immer Erklärungen: Es gibt so viele Ablenkungen, wir leben in solchen Normen und Zwängen, dass es schon als eine Leistung erscheint, zu sich zurück gefunden zu haben. Wenn einen diese (wie ich finde etwas faden) Erklärungen nicht zufrieden stellen, wäre dies dann der Moment, um innerlich aufzustehen und sich zu sagen: „Ich will nicht, dass mir das passiert. Ich hole mich zurück!“

In dieser Diskussion übersehen wir fast die Frage – und da möchte ich mit Ihnen hin: „Wie kam es denn, dass ich überhaupt bemerkt habe, dass ich mich selbst nicht mehr mitgekriegt habe?“ Durch einen Zufall oder irgendetwas Anderes, das mich „wachgerüttelt“ hat? Denn ich bin ja wieder da, ich nehme mich selbst wahr, spüre und realisiere: Ich bin doch da! Diesen Moment bewusst zu kriegen, finde ich ganz wichtig. Und weiter: Was wäre denn, wenn man dieses Sich-erinnern nicht mehr dem Zufall überlassen würden? Wir können uns ja körperlich wahrnehmen und mit allen Sinnen spüren. Das ermöglicht uns, dass wir uns eigenständig im Leben verwirklichen und unser Potential realisieren und ausschöpfen. Dass wir für uns sorgen, selbst denken und stark handeln können.

Je mehr ich mich spüre, desto mehr bin ich da. Wenn ich trainiere, mich zu realisieren – und dafür gibt es Gelegenheiten genug – dann ist das wie Muskeltraining: Ich schaffe es immer mehr, und das bringt Fülle ins Leben. Eine wesentliche Frage dafür ist das „Gewusst-wie“.

Ich kann mich zum Beispiel mit dem Energetischen Malen aus Polarity realisieren, das Wilfried Teschler so erfunden hat, dass man sich direkt auf die Spur kommen kann: Ich male ein Bild: zunächst ein einfacher, aber nicht mechanischer Vorgang. Dieses Bild hat ein Thema, das ich vorher vorgegeben habe, und jetzt habe ich „es“ vor mir liegen. Ich nehme Kontakt auf, lasse es auf mich wirken und entwickele ein Gespür für die Inhalte, die ich gemalt habe: Im Prozess der Selbsterkenntnis werde ich mir immer bewusster, was das ist und was das mit mir zu tun hat. Und wie stehe ich dazu? Was bedeutet das für mich? [*** Ich beschreibe die Technik und den Prozess nicht genauer, denn das will gelernt sein. Aber der Ansatz, sich zu entschließen, sich seiner selbst bewusst zu werden und sich über das Gemalte zu realisieren, sollte dargestellt werden.]

Das Energetische Malen ist ein wunderbarer Weg der Selbsterkenntnis, mit dem man seine Lebensthemen klären kann. Im Erkenntnisprozess, der sowohl geistig als auch körperlich erfolgt, kann man Neues entdecken, Hindernisse auf dem Weg zu sich selbst ausräumen sowie seine Stärken entdecken oder wieder auf die Füße stellen. Das kann seine Zeit dauern, denn sich zu realisieren und zu finden ist keine Instant-Angelegenheit. Es lohnt sich aber umso mehr, denn man weiß in eigener Sache besser Bescheid und hat mehr Lust aufs Leben.

Sich wieder zu finden und sich seiner selbst bewusst zu sein macht es möglich, selber am Ruder unseres Lebens zu sein. In Teschlerpolarity gibt es verschiedene Ansätze, um den Menschen zu stärken oder sich daran zu erinnern, wenn man es vergessen hat. Selbstbewusst mit sich in Kontakt zu sein, mit sich überein zu kommen und für sich – für sich sorgen zu können: Das ist Gold wert.

Mehr Informationen zum Energetischen Malen erhalten Sie auch unter:
www.selber.at
https://www.yijingtao.com/polarity