Körperlichkeit – die ureigene menschliche Substanz – ein unbekannter Ort?

Körperlich bei sich sein, was ist das?
Bei sich sein ist ein wacher Zustand, der körperlich erfahrbar ist und erlebt und realisiert sein will.
Ich spüre und erlebe mich und verstehe, dass ich tatsächlich substanziell existent bin.
In diesem Augenblick bin ich mir meiner selbst bewusst.

Wie trainiere ich das?
Ich nehme mich wahr durch meine Füße, die auf dem Boden stehen, über meine aufrechte Wirbelsäule, meinen fließenden Atem.
Bewusst und wach im Körperlichen, so als würde jede Zelle aus sich selbst heraus leuchten.
Ich spüre, erlebe mich, dass ich aus Fleisch und Blut bin.
Um so wach und entspannt und im Körperlichen verankert zu sein, bedarf es des Trainings und der Auseinandersetzung.

Wofür brauche ich das?
Dieses Innen, das körperliche ICH will kennengelernt, erfahren und erkannt werden.
Im Wohligen als auch über Kanten und Ecken.
Das schafft ein realistisches Selbst.
Das bringt Ruhe, Kraft und Stabilität ins eigene Leben.

Diese spürbare körperliche Präsenz, tut gut, bringt Kraft und Sinn ins Leben.

Du kannst Schritt für Schritt Techniken aus Teschlerpolarity erlernen, um diese körperliche Präsenz, das körperliche ICH zu entwickeln.

Hier eine ganz einfache Atem – Konzentrations – Übung zum Spüren, Erleben und trainieren für ein waches und präsentes ICH aus den 1000 Helferlein von Frauke und Wilfried Teschler:
Tipp 0007: Vitaler und gesunder werden. 

Eine technisch sehr einfache Atemübung. Die Übung wird im Sitzen ausgeführt.
Füße und Beine bewusst entspannen. Die Schultern bitte loslassen. Die Augen können offen oder geschlossen sein, so wie es angenehmer ist.

1. Durch die Nase tief ausatmen.
2. Füße, Beine, Schultern entspannt lassen!
3. Durch die Nase tief, bis möglichst zum Becken oder sogar zum Beckenboden einatmen.
4. Füße, Beine, Schultern entspannt lassen!
5. Durch die Nase tief ausatmen.
6. Füße, Beine, Schultern entspannt lassen.
7. Durch die Nase tief, bis möglichst zum Becken oder sogar zum Beckenboden einatmen.
8. Füße, Beine, Schultern entspannt lassen.
9. … rund 10 Mal.

Empfehlung: täglich zur gleichen Zeit über mehrere Wochen oder einfach nach Belieben.
Man kann die Übung erweitern: Folge bewusst dem Atem. Nach einiger Zeit fließt die Atmung wahrscheinlich wie von selbst. Trotzdem bewusst bleiben und bewusst atmen. Finde Deinen Atemrhythmus, der Dir gut tut.
Der Rhythmus kann sich immer wieder ändern. (Quelle: https://1000-kleine-helferlein.de/tipp-0007-vitaler-und-gesunder-werden